Crowdfunding, also das Geldsammeln über das Internet, hat sich als Finanzierungsalternative für junge Firmen etabliert. Rund 2,7 Milliarden Dollar kamen 2012 weltweit auf diese Weise zusammen. Auch in Deutschland wachsen die Umsätze der Plattformen, auf denen Start-ups und Geldgeber zusammenfinden.
Für viele - insbesondere neue Firmen - bietet sich Crowdfunding als Alternative zum Bankkredit an. Unternehmer spüren die Auswirkungen von Basel III. Gerade risikoreiche Projekte, die von Kreditinstituten mit viel eigenem Kapital hinterlegt werden müssen, werden genauer betrachet. Aber auch beim Crowdfunding kommt das Geld nicht automatisch.
Wer auf diesem Weg Geld bekommen will, muss einiges beachten.
Geldsammeln bei der Masse – so lautet das Erfolgsrezept des Crowdfundings. Es gibt mehrere Varianten. Sie unterscheiden sich darin, was die die Unterstützer als Gegenleistung erhalten. Wer das eingesammelte Geld – beispielsweise nach einer erfolgreichen Gründung – zurückzahlen will, nutzt Crowdinvesting. Hier kommen grundsätzlich die größten Summen zusammen. Üblich sind Beteiligungen am Gewinn, am Unternehmenswert oder eine feste Verzinsung der Einlage. Deswegen heißt diese Form auch Equity-Based Crowdfunding.„Investitionen in ein Start-up sind sozusagen Risikokapital Entsprechend hoch ist die mögliche Rendite. Z.B. werden bei Companisto Anteilseigner am Gewinn der Firmen, die sie mitfinanzieren, beteiligt. Bei Bergfürst erhalten die Investoren Aktien. Eine Sonderform ist das Lending-Based Crowdfunding: Hier geht es um private Mikrokredite für Projekte. Der private Geldgeber verleiht sein Geld über einen Plattformbetreiber an ein ihm gefallendes Projekt . Das Geld kommt dann nach der vereinbarten Zeit verzinst an den Investor zurück. Besonders beliebt ist Reward-Based Crowdfunding. Es wird vor allem von Kreativen genutzt, die etwa die Produktion einer CD oder eines Buches finanzieren wollen. Wem es gelingt, viele Menschen mit seiner Idee zu begeistern und sein Netzwerk zu aktivieren, kann auf unserer Plattform auch die 100.000 Euro knacken“, sagt die Geschäftsführerin von Startnext. Die Geldgeber bekommen entweder das Produkt selbst – oder symbolische Gegenleistungen wie eine Namensnennung oder ein T-Shirt. Demgegenüber spielt Donation-Based Crowdfunding, mit dem gemeinnützige Organisationen Spenden sammeln, für Firmen logischerweise keine Rolle.